UNCANNY VALLEY-PERFORMANCE MIT EINEM HUMANOIDEN ROBOTER

Thomas Melle lädt ein zu einem Abendvortrag über Unstetigkeit. Doch wer spricht und was ist sein Programm? Für „Unheimliches Tal“ kopiert Stefan Kaegi (Rimini Protokoll) den Schriftsteller Thomas Melle („Die Welt im Rücken“) in Form eines humanoiden Roboters und fragt: Was geschieht, wenn ein Mensch kopiert wird? Kommt das Original sich durch sein elektronisches Double näher? Technik übernimmt allerlei lästige Arbeitsschritte, und wird nun auch auf der Theaterbühne erprobt: Was, wenn anstatt des Vortragenden ein humanoider Roboter auftreten würde? Wird der Roboter zu einem Darsteller, dessen Mimik, Gestik und Sprache womöglich Empathie auslösen könnte – doch Empathie mit wem? Mit Melle selbst, der ja nicht mehr da ist, oder doch schon mit dem Roboter? Wer spricht im unheimlichen Tal? Thomas Melle gibt die Kontrolle ab. Das animatronische Double übernimmt und fragt selbst Abend für Abend: Was bedeutet es für das Original, wenn die Kopie übernimmt?

INSZENIERUNG Stefan Kaegi
TEXT, KÖRPER, STIMME Thomas Melle
BÜHNE UND KOSTÜME Chris Creatures Filmeffects
GmbH KOSTÜME Tommy Opatz
AUSSTATTUNG Eva-Maria Bauer
ANIMATRONIK-TEAM Chris Creatures Filmeffects
GmbH HERSTELLUNG UND ART FINISH DES SILIKONKOPFES / KOLORATION UND HAARE Tommy Opatz
VIDEO Mikko Gaestel
MUSIK Niki Neecke
LICHT Michael Pohorsky
DRAMATURGIE Martin Valdés-Stauber
HEAD OF ROBOT PROJECT AND PUPPETTEERING Chris Kunzmann
LEAD ROBOT CONSTRUCTION Andreas Mattijat
LEAD ROBOT PROGRAMMER AND PUPPETTEERING Stefano Trambusti
ASSISTANT ROBOT CONSTRUCTION Jonathan Noormann
ROBOTCONTROL AND PROGRAMMING SUPPORT Daniel Stiber
STEUERUNGSTECHNIK WeiglControl
ELECTRONIC SUPPORT Hendrik Donner
MOLDMAKING AND GALSFIBERTEC Niko Weber
FDM PRINT CONSTRUSTION CLEANUP AND 3D PRINT ASSIST Delia Kunzmann

PRESSESTIMMEN
„’Uncanny Valley’ ist eine fast liebevolle Betrachtung von beidem: von den Wundern der Technik und vom Menschen. Und davon, dass die Existenz des einen die des anderen nicht negiert. Ein leiser, aber sehr ausgefuchster Saisonstart.“ (SZ – Christiane Lutz)

„Nein, diese Uraufführung […] zeigt kein Schauspielertheater – und ist dennoch großes Schauspiel, denn zur Schau getragen wird das Spiel mit der Wirklichkeit.“ (FAZ, Teresa Grenzmann)

„Wo hört der Mensch auf und wo fängt der Roboter an? ‘Uncanny Valley’ zeigt die Algorithmen und Codes unseres menschlichen Alltags und die Gefühle und Gesten der Computerwelt. Genau dieses Vertauschen, dieses Querdenken und die direkte Ansprache an das Publikum macht das Stück stark.“ (Deutschlandfunk – Julian Ignat

Datum: Sonntag 13.01.2019
Ort: Münchner Kammerspiele - Kammer 3
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Altersempfehlung: 18+